Hey,

hast du auch schon mal einen Business-Podcast gehört und dich mittendrin gefragt, durch wie viele PR-Schleifen die Antworten gerade wohl gegangen sein müssen?

Genau so ging’s den beiden Interview-Gästinnen heute auch. Daher haben sie kurzerhand ihr eigenes Projekt gestartet: hotline hours! ☎️

Ich durfte meine beiden engen Freundinnen Kira Marie Cremer und Selma Sadikovic beim Branding und Social-Media-Auftritt supporten – im Gegenzug haben sie mir für hooked. ein paar Antworten darauf gegeben, warum Podcasts heutzutage ehrlicher werden müssen und was hinter dem Begriff „Community Podcast“ steckt. Die beiden verraten uns, was „Community“ für sie bedeutet, ob es heute für jedes Projekt „Personal Brands“ braucht und was klassische Medien von Creator:innen lernen können.

Und los! 👇

Liebe Selma, liebe Kira, euer Podcast hotline hours ist ganz frisch gelauncht – herzlichen Glückwunsch! Was unterscheidet euer Format von klassischen Business-Podcasts?
Selma: In klassischen Business-Podcasts geht es oft um Erfolgsgeschichten. Um Hosts oder Gäste, die erzählen, wie sie alles richtig gemacht haben. Wir wollten das umdrehen. Bei uns steht die Community im Mittelpunkt: Welche Fragen, Zweifel oder Probleme beschäftigen unsere Hörer:innen? Genau da setzen wir an – mit ehrlichen Gesprächen und Antworten, die wirklich helfen.

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?
Selma: Menschen haben genug von Hochglanz-Interviews und perfekten Erfolgsstorys. Sie suchen nach Echtheit, nach Einblicken hinter die Kulissen. Es braucht ehrliche Formate, die zeigen, dass Karriere auch Chaos, Zweifel und Scheitern bedeuten kann.
Kira: Und ehrlich gesagt: Der Podcast-Markt war reif dafür. Es gibt viele gute Business-Formate, aber kaum eines, das wirklich aus einer Community heraus gewachsen ist. Wir wollten etwas schaffen, das näher an echten Fragen ist, als an PR-Antworten.

“Das Wort ‘Community’ wird auf Social Media fast schon inflationär genutzt.”

Selma Sadikovic

Was bedeutet „Community“ für euch – jenseits von Engagement-Raten und DMs?
Kira: Community heißt für uns: zuhören, reagieren, mitgestalten lassen. Unsere Hörer:innen schicken Themenvorschläge, eigene Geschichten, teilweise sogar Sprachnachrichten. Das ist kein Monolog, es ist ein laufendes Gespräch.
Selma: Wir wissen, dass das Wort auf Social Media fast schon inflationär genutzt wird. Aber für uns bedeutet Community mehr, als nur die Fragen-DMs, die für den Podcast eintrudeln. Sondern ein Ort, an dem man echt sein und Fragen stellen kann, die man sich woanders vielleicht nicht traut. Wir wollen einen Safe Space für Karriere- und Lebensthemen schaffen, mit einer Community, die nicht nur von uns, sondern viel mehr voneinander lernt.

Ihr seid beide seit Jahren sichtbar auf LinkedIn, Bühnen und in Netzwerken. Wie stark spielt Personal Branding in eurem Konzept eine Rolle?
Kira: Ohne Personal Branding geht heute gar nichts mehr. Niemand startet ein Format völlig im luftleeren Raum: Sichtbarkeit ist der Hebel, um Reichweite und Vertrauen aufzubauen. Wir haben unsere Personal Brands ganz bewusst genutzt, um hotline hours überhaupt auf die Karte zu bringen.
Selma: Gleichzeitig wollten wir, dass der Podcast mehr ist als ein Side-Projekt. Die Sichtbarkeit hilft beim Start, aber der Inhalt muss danach tragen. Am Ende zählt, ob Menschen sich im Gesagten wiederfinden.

Worauf sollte man achten, wenn man heute einen Podcast startet – und was hat euch selbst überrascht?
Kira: Erstens: Anders sein. Es gibt so viele Podcasts, da reicht „Wir reden über Karriere“ einfach nicht. Man braucht eine klare Haltung, einen USP und eine Strategie, wie man Reichweite aufbaut.
Selma: Und gute Audioqualität! (lacht) Viele unterschätzen das. Wenn der Sound nicht stimmt, ist man raus.
Kira: Uns hat überrascht, wie viel positives Feedback wir schon vor dem Launch bekommen haben. Offenbar gab es ein Bedürfnis nach einem ehrlicheren Business-Podcast.
Selma: Und auch, wie viele Leute sofort Themen eingereicht haben! Das hat uns gezeigt, dass das Konzept funktioniert – und ehrlich gesagt auch ein bisschen Stolz gemacht.

hotline hours gibt’s nicht nur überall, wo es Podcasts gibt, sondern auch auf Youtube, Tiktok und Instagram (Screenshots)

“Wir wissen, was unsere Community gerade beschäftigt, und handeln intuitiv.“

Kira Marie Cremer

Was können klassische Medien von Creator:innen lernen – und umgekehrt?
Kira: Medien könnten sich mehr trauen, spontan zu sein. Creator:innen reagieren schneller, näher, emotionaler. Wir wissen, was unsere Community gerade beschäftigt, und handeln intuitiv. Dieses Bauchgefühl fehlt in großen Häusern oft, weil alles durch Daten und Prozesse gefiltert wird.
Selma: Gleichzeitig können Creator:innen tatsächlich auch viel von „traditionellen“ Medien lernen: Struktur, Teamarbeit, Planung. Viele starten zu wild drauflos, aber in einem gesättigten Markt braucht es Strategie, CI und redaktionelles Denken.

💭 Fazit

Was ich aus diesem Interview mitnehme:

  • Communityaufbau entsteht nicht nur in DMs und in Kommentarspalten, sondern direkt in der Konzeption von Formaten 🫶

  • Es ist deutlich einfacher, ein eigenes Format zu starten, wenn du schon vorher in deine „Personal Brand“ investiert hast 🤞

  • „Traditionelle“ Medien können viel von Creator:innen lernen – aber auch andersherum! 🤝

Übrigens: Wenn du Lust bekommen hast, bei hotline hours reinzuhören – oder deine eigene Karrierefrage loszuwerden – findest du alle Links hier:

Hat dir diese Ausgabe hooked. gefallen? Hast du etwas Neues gelernt? Dann freue ich mich über dein Feedback!

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Bis zum nächsten Mal 👋

Deine
Hannah

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