Happy new year! ✨
Ich hoffe, du bist gut ins Jahr gestartet. Hier geht’s nach einer kleinen Winterpause voller Energie weiter: Wir starten direkt mit einem ganz besonderen Crossover!
Für den Podcast „Marketing-GeschichteN“ von Historikerin und Online-Marketing-Redakteurin Nadine von Piechowski habe ich eine Gastfolge produziert. Dort lernt ihr zum Beispiel, …
In meiner Folge erzähle ich die Geschichte hinter einem der berühmtesten Werbesprüche der Welt: „Because I’m worth it / Weil ich es mir wert bin“.
Nicht nur der Satz ist ikonisch, sondern auch die beeindruckende Frau dahinter. Und trotzdem blieb sie selbst viel zu lange unsichtbar. Wenn dich die Verbindung aus Feminismus, Werbegeschichte und Marken-Narrativen interessiert, dann hör hier rein:
In diesem Newsletter findest du außerdem mein Interview mit Nadine: Wir sprechen darüber, warum historische Kampagnen heute noch funktionieren und welche Marketing-Mythen uns bis heute prägen.
🚨 Kurz in eigener Sache
Über die Feiertage habe ich nach einem Jahr hooked. ein kleines Resümee gezogen. Ich freue mich riesig, dass inzwischen mehrere Hundert Menschen diesen Newsletter lesen und ich habe weiterhin unglaublich viel Spaß am Format!
Gleichzeitig habe ich gemerkt: Eine wöchentliche Frequenz passt nicht zu meinem Leben und meiner kreativen Energie. Deshalb erscheint hooked. ab jetzt 1x im Monat (und manchmal zusätzlich, wenn ein Thema unbedingt raus will 😌).
Dafür werde ich auf Instagram aktiver, mit Reels zu Popkultur-Beobachtungen, Content-Trends und kurzen Meta-Analysen. Wenn du mir dort noch nicht folgst: hier entlang! 👇
Und jetzt: Viel Spaß mit dem Gespräch mit Nadine!
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— Margaret Shen, Head of GTM at Modal
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Nadine, Hand aufs Herz: Welche Werbelüge glauben wir alle bis heute?
Oh, da gibt es wirklich viele! Eine, die die Leute aber irgendwie immer noch am meisten schockt, ist, dass man nicht wirklich 10.000 Schritte am Tag gehen muss. Das hat sich sehr in das kollektive Bewusstsein eingebrannt, beruht aber eigentlich nur auf einer Marketing-Kampagne für einen Schrittzähler aus dem Jahr 1965.
Ich finde es irgendwie unglaublich, dass gesellschaftlicher Fortschritt (…) nur stattgefunden hat, damit man ein Produkt besser verkaufen konnte.
O-Saft zum Frühstück, 10.000 Schritte, Valentinstag – was war die absurdeste Marketing-Konstruktion, auf die du je gestoßen bist?
Mir begegnet während meiner Recherchen immer wieder Albert Lasker, der als Begründer der modernen Werbung gilt. Er hat sich auch die ganze Geschichte mit dem O-Saft zum Frühstück ausgedacht, um besser Orangen verkaufen zu können.
Das Wildeste, was ich mal über ihn gelesen habe, war, dass er in den USA maßgeblich zur Aufklärung über die Periode beigetragen hat, damit er besser Damenbinden verkaufen konnte. Bis dahin war die Periode als Gesprächsthema ein echtes Tabu. Ich finde es irgendwie unglaublich, dass gesellschaftlicher Fortschritt so gesehen nur stattgefunden hat, damit man ein Produkt besser verkaufen konnte.
Ansonsten ist die ganze Geschichte um die Erfindung des Deos auch absurd! Da hat man Menschen – vor allem Frauen – erst mithilfe von Werbung eingeredet, dass sie stinken und ihnen dann die Lösung in Form eines Produkts geliefert. Das ist schon crazy!
Gibt es eine Kampagne aus den 50ern, 60ern oder 70ern, die heute wieder genauso funktionieren würde?
Es gibt eine Kampagne, die sogar aus den 30ern stammt und bis heute funktioniert: die Coca-Cola-Weihnachtskampagne. Da wird seit beinahe 100 Jahren nicht mit einem Produkt oder einem Preisvorteil, sondern mit einem Gefühl geworben. Und das funktioniert heute genauso gut, wie damals. Natürlich haben sich die Kampagnen im Laufe der Jahre geändert – die letzte KI-Kampagne war ziemlich lieblos –, aber generell wirbt der Konzern mit dem Gefühl des Nach-Hause-Kommens, der Geborgenheit und Besinnlichkeit. Und an dieser Stelle noch ganz kurz, um eine wiederkehrende Frage zu beantworten: Cola hat nicht den Weihnachtsmann erfunden.
Geschichten bleiben besser im Gedächtnis als Betriebsanleitungen.
Du schreibst als Redakteurin auch OMR-Reports. Welchen Unterschied gibt es für dich zwischen lehrreichen Inhalten und unterhaltsamem Storytelling? Und was eint die beiden Formate?
Als Redakteurin für die OMR-Reports ist mein Ziel, Menschen im Marketing- oder Tech-Bereich konkret bei einem Problem zu helfen. Weiß jemand zum Beispiel nicht, wie man eine Instagram-Strategie optimiert, KI im Unternehmen implementiert oder möchte seine bzw. ihre Meta-Kampagnen verbessern, soll er bzw. sie schnell und einfach eine Antwort in den jeweiligen Ausgaben finden.
Mit Storytelling hat der Großteil eines OMR-Reports nichts zu tun. Aber wie wir ja alle wahrscheinlich selbst wissen, behält man Geschichten besser im Gedächtnis als etwa Betriebsanleitungen. Deswegen gibt es in allen Heften neben den Inhalten von unseren Expert:innen auch Praxis-Cases von Unternehmen, die ihre Sache besonders gut machen.
Und da sind wir dann auch wieder bei der klassischen Heldenreise, die es im Storytelling gibt. „Der Held“, in unserem Fall ein Unternehmen, steht vor einem Problem, das es zu lösen gilt und gelangt durch Umwege an das Ziel, etwa eine erfolgreiche Kampagne.
Und wenn man es genau nimmt, sind diese Elemente auch immer in den Geschichten in meinem Podcast zu finden. Nehmen wir Clarence Birdseye. Der hat die Tiefkühlkost erfunden, stand aber vor dem Problem, dass sich niemand dafür so richtig interessierte. Da musste unter anderem erst ein Käpt’n Iglu um die Ecke kommen, um die Leute von Fischstäbchen zu überzeugen. Dass Kartoffelpüree mit Gurkensalat und (veganen) Fischstäbchen jetzt zu absoluten Soulfood-Klassikern gehört, ist quasi das Happy End.
Wenn man erst mal versteht, was dahintersteckt, ist der Drang, Dinge zu kaufen, gar nicht mehr so groß.
Wenn du jungen Marketer:innen eine einzige Werbegeschichte zum Lernen empfehlen müsstest – welche wäre es?
Ich glaube, ich würde die Geschichte hinter der Frage „Warum kauen wir heute Kaugummi?“ empfehlen. An dieser Geschichte lernt man viel über das Belohnungssystem und Gewohnheiten und wie diese genutzt werden können, um Produkte besser zu vermarkten.
Auch sehr empfehlenswert – vor allem für Menschen, die jetzt starten – sind die Geschichten hinter Hypes, wie Labubu, Stanley Cups oder Dubai-Schokolade. Die bedienen sich immer den gleichen Marketing-Mechanismen.
Ich würde aber allen Menschen empfehlen, da genauer hinzugucken. Wenn man erst mal versteht, was dahintersteckt, ist der Drang, Dinge zu kaufen, gar nicht mehr so groß.
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